Am Abend zuvor waren wir noch untentschieden ob wir nach Siauliai (Berg der Kreuze) oder nach Vilnius fahren sollten. Wir machten es von unserer Aufstehzeit und dem Wetter abhaengig. Da wir erst ziemlich spaet aus den Federn kamen, entschieden wir uns wie man schon am Titel erkennen kann, fuer den Vilniustrip.
Also am Morgen fix zum Busbahnhof gelaufen und erstmal die Sachlage beziehungsweise den Fahrplan gecheckt. Busse nach Vilnius fahren ca. alle halbe Stunde die Fahrtzeit betraegt bei den Expressbussen 1 Stunde und kostet erschwingliche 18,50 Lita/5,36 Euro. So huepften wir in den naechsten Bus der auch bald losfahren sollte.

Hier eine Innenansicht eines Litauischen Reisebusses. (Haeufig Deutsche Auslaufmodelle, geschaetzte 20 Jahre alt, bisschen muffig aber fahren noch)
Die Fahrt verlief ruhig der Bus war auch nicht sonderlich voll, vielleicht 10 Fahrgaeste, (die beiden Reisenden vermuteten, dass es schon zu spaet am Tage war und Litauer eher frueher nach Vilnius fahren wuerden.)
Ein moegliches kleines Highlight war die Sichtung eines Kraftwerks (?), dass ich fuer das ominoese Atomkraftwerk Litauens hielt, welches die gleiche Bauweise wie das strahlende in Tschernobyl aufweist (is it safe?). Die EU hat schon die Schliessung veranlasst.
Von so viel Unsicherheit beeinflusst war ich froh mich am Busbahnhof von Vilnius mal wieder richtig sicher zu fuehlen denn, ich erblickte folgenden Aufkleber:

Der dritte von links oder wahlweise der zweite von rechts.
Nach unserer Ankunft inspizierten wir zuallererst einmal die legendaeren Bahnhofstoiletten. Fuer 1 Lita/0,29 Euro kann man mal so richtig was erleben! Alles schoen siffig, ich war froh das ich nur mal fuer kleine Koenigstiger musste.
Ein Foto hab ich von der Misere nicht gemacht, aber mit ein bisschen lebhafter Phantasie kann man sich das prima vorstellen. (schafft ihr schon!) Ein klein wenig enttaeuscht war ich von meinem Reisefuehrer der mir versprochen hatte, das Toiletten dieser Art der Vergangenheit angehoeren. (Wahrscheinlich wollte er mir einfach nur ein paar Ueberraschungen offen lassen.)
Die ganze Altstadtgeschichte lasse ich mal fuer meinen bloggenden Bruder uebrig, der will ja auch noch was ueber Vilnius schreiben. Weiss nicht wann er das schafft, zur Zeit spielt er Praesident Nixon in einer Simulation seiner Uni und will Kissinger verknacken. (bestimmt sehr zeitaufwaendig)
Nachdem wir eine Weile in der sehr schoenen Altstadt rumgewatschelt waren, bekamen wir Lust uns ein wenig aufzuwaermen (war auch schweinekalt) und hatten ausserdem Hunger. Wir entschieden uns spontan fuer ein chinesisches (?) Restaurant, welches mit Discount-Preisen aufwartete. 10 Lita/2,90 Euro fuer ein Mittagessen ist ja nicht zu viel verlangt.

So sah der Eingang aus. (der ist wirklich sehr klein, Absicht oder fuer kleine Menschen konzipiert?)
Wegen der Groesse des Eingangs und weil wir die Tuer in zwei Versuchen nicht aufbekamen, kamen erste Zweifel in uns auf, ob es sich auch wirklich um den Eingang handelte. Gluecklicherweise kamen gerade in diesem Moment zwei Mitarbeiterinnen heraus um zu rauchen, diese Chance nutzten wir, fragten nach und schluepften hinein.
Nun mussten wir eine Weile warten, (die Mitarbeiterinnen waren ja gerade draussen rauchen) in der Zwischenzeit hatten wir Zeit uns ein wenig umzusehen. War schon ein recht komischer Laden. Hier ein verwackeltes Bild:
sehr rotlichtlastig, waren uns unsicher wo wir gelandet waren…
Als die Bedienung nun wieder kamen entschieden wir uns recht schnell fuer, obengeannte Angebote fuer 10 Lita, ich nahm Nummer 8 und mein Bruder Nummer 5.
Nach kurzer Wartezeit stand unsere Mahlzeit auch schon auf dem Tisch, wobei uns auffiel das unser Essen so ziemlich identisch aussah, bis auf das ich Sojasprossen in der Sosse hatte und mein Bruder irgendetwas anders undefinierbares, war glaub ich Praprika. Schmeckte aber alles gut und war fuer den Preis angemessen.
Wir blieben nicht laenger als noetig in diesem Etablissement, wir wollten ja nicht im Kochtopf landen.

[...] November 18, 2007 · No Comments “Die ganze Altstadtgeschichte lasse ich mal fuer meinen bloggenden Bruder uebrig, der will ja auch noch was ueber Vilnius schreiben. Weiss nicht wann er das schafft, zur Zeit spielt er Praesident Nixon in einer Simulation seiner Uni und will Kissinger verknacken. (bestimmt sehr zeitaufwaendig)” schreibt Sammy in seinem Blog. [...]